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VOLLEYBALL WESTFALEN

Deutschland - Niederlande 0:3

Voller Erwartung ging ich zum Länderspiel Deutschland gegen Niederlande in der Seidensticker-Halle Bielefeld. Das Spiel wurde vom Bielefelder Volleyballverein Post SV Telekom organisiert, und die Organisation war soweit ich das beurteilen kann ganz in Ordnung. Allerdings kamen nur ca 1000 Besucher in die Halle, was für ein Volleyballspiel an sich schon eine ganz gute Zahl ist, jedoch wurden 1600 Besucher benötigt, damit der Post SV den finanziellen Aufwand ausgleichen kann, immerhin wird das Geld dringend benötigt, da die erste Mannschaft wieder in die Regionalliga aufgestiegen ist.

Aber nun zum Spiel: Das war leider gar nicht ordentlich. Beide Mannschaften begannen nervöser als ein Kreisligist, es ging ungelogen beinahe jeder zweite Aufschlag ins Netz oder ins Aus. Zudem hatten die deutschen Nationalspieler ungewohnte Schwächen in der Annahme. Trotz vieler Eigenfehler gerieten die Deutschen nicht groß ins Hintertreffen, da sich die Niederländer auch nicht gerade mit Ruhm bekleckerten, zwischenzeitlich führte das deutsche Team immer wieder. Gegen Ende des Satzes zeigte sich jedoch, wer die besseren Nerven hatte, und das waren die Niederländer.

In den folgenden beiden Sätzen wiederholten sich die ersten Eindrücke. Der deutschen Mannschaft gelang es nicht, die Nervositöt abzulegen, einzig Björn Andrae spielte konstant gut und so gut wie fehlerfrei (wenn man mal von den vielen verschlagenen Angaben absah…). Nebenbei zeigte noch Eugen Bakumowski guten Willen und Einsatzbereitschaft, aber auch bei ihm häuften sich die Eigenfehler. Georg Hübner, Christian Pampel und Jochen Schöps ließen ihre Klasse nur selten aufblitzen. Das ärgelichste an den Sätzen zwei und drei war viel weniger die NIederlage der Deutschen, sondern die Art und Weise: Es sah alles sehr behäbig und langsam aus, die Mannschaft spielte völlig ohne Emotionen und wirkte wie ein Haufen Phlegmatiker, die sich nur unwillig bewegen wollen und lieber darauf hoffen, das der nächste gegnerische Ball sowieso ins Aus fliegt.

Das war nicht nett, liebe deutsche Nationalmannschaft, was ihr dem Post SV da angetan habt, denn euer Spiel war keine Werbung für den Volleyball, sondern eher eine Bestätigung der Vorurteile, die die Jugendlichen dem Volleyball gegenüber haben: Dass es ein bewegungsarmer, langweiler und emotionslosyer Sport ist, wo die Hälfte der Bälle sowieso nicht im Feld landen. Da gibt es in der Landesliga spannendere Spiele (natürlich habe die da nicht so eine gute Technik, aber dafür auch nicht so eine Langeweile…). Aber wir hoffen mal, das dieses Spiel nur eine Ausnahme war, immerhin haben sich die deutschen Nationalspieler in den letzten Jahren nicht umsonst in das obere viertel der Weltspitze gepielt, und stehen auch - trotz der Niederlage gegen unsere orangen Nachbarn - nicht umsonst in der CEV nicht schlecht da. Also alles gute für die weiteren Spiele und bringt die Aufschläge übers Netz!

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